Kurznachrichten Januar 2005
„Otto“, der Fußgänger. Sie trauten ihren Augen nicht, die Polizeibeamten der Dienststelle Weidenau, als plötzlich ein munterer Nymphensittich ins Zimmer getrippelt kam. Der Vogel steuerte schnurstracks auf eine der Zellen zu, und als ein Beamter ihm die Tür derselben öffnete, marschierte er hinein, als ob er sein bisheriges Leben genau dort und nirgendwo anders verbracht hätte. Dieses für einen Nymphensittich doch eher ungewöhnliche Verhalten versetzte natürlich die Polizisten in ziemliches Erstaunen. Sie meldeten sich bei uns im TH, und die Tierschützer konnten den ungewöhnlichen Zelleninsassen denn auch problemlos einfangen und „abführen“, sehr zum Gaudi der Beamten, die in der Regel ja doch mit etwas anderen Zellenbewohnern zu tun haben. Nach kurzer Zeit meldeten sich die Besitzer des Ausreißers bei uns und wollten ihren Vogel als vermisst melden. Große Erleichterung und ein Riesengelächter, als sie die Geschichte hörten und zum Schluß kam der Kommentar:“ Typisch Otto, der ging schon immer gerne zu Fuß!“ |
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Der Fastfood Hase: Sehr waghalsig verhielt sich ein kleines Kaninchen, das vertrauensvoll in ein Mac Donald Restaurant hoppelte und sich dort in der Kinder- Spielecke vergnügte , denn schließlich gibt es bei Mac Donald nicht ausschließlich Salat und vegetarische Gerichte! Die Angestellten meldeten sich bei uns im TH, damit der ungewöhnliche Gast eingefangen und abgeholt würde, doch als die Tierschützer dort eintrafen, hatte sich der kleine Mümmelmann längst in die Herzen des gesamten Personals eingeschlichen und eine Dame, die daheim noch so einen kleinen Hoppel hat, war derart entzückt von dem hübschen 4pfotigen Eindringling, dass sie spontan beschloss, auch diesem offenbar heimatlosen Kaninchen ein Zuhause zu geben. So fuhren die Mitarbeiter vom Th zwar unverrichteter Dinge von dannen, aber in der Gewissheit, dass der kleine Kerl nun gut versorgt und in Sicherheit war. |
Warum man manchmal so gefrustet ist...
Aufmerksam gemacht durch einige tierfreundliche Mitbürger musste die Polizei am letzten Sonntag im Januar in Eiserfeld einen Noteinsatz durchführen. Eine kleine zottelige Mischlingshündin kauerte, an einer Laufleine angebunden, zitternd vor Kälte, in Eis und Schnee unter einem Wohnwagen. Vor sich hatte sie einen Napf mit gefrorenem Wasser, an dem sie hin und wieder leckte. Die Besitzer waren schon länger unterwegs, und das Tier hatte keine Möglichkeit, zu einem warmen oder auch nur trockenen Platz zu gelangen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis es dem Bereitschaftsdienst mit viel gutem Zureden sowie einigen Leckerchen gelang, die Hündin von der Kette zu lösen und ins Tierschutzauto zu bringen, da es voller Panik ständig um sich schnappte. Zurück blieb eine etwa 8 Monate alte Tochter der Hündin, ein extrem scheues Tier, das ohne Halsband ständig um den Wohnwagen herum lief, knurrend die Zähne zeigte und nicht bereit war, sich fangen oder anfassen zu lassen. So blieb den Polizeibeamten nichts weiter übrig, als die Tür des Wohnwagens zu öffnen, damit der junge Hund wenigstens ins Trockene gelangen konnte. Der nächste Vormittag verging mit zahlreichen Telefonaten bei den verschiedenen Behörden, um abzuklären, wie denn jetzt weiter zu verfahren sei, da die sehr aggressive Hundebesitzerin bei uns im TH auftauchte und den Hund zurück verlangte. Sie erklärte uns, die Hündin sei schon wieder hochträchtig, da die bösen Eiserfelder Mitbürger ja ständig unbeaufsichtigt ihre Rüden laufen ließen, und sie nun wirklich nicht die Zeit habe, ständig auf ihren Hund aufzupassen. Außerdem verhielten wir uns ja alle rassistisch ihr gegenüber, und das nur weil sie vom Zirkus komme. Leider waren wir am Ende gezwungen, auf behördliche Anordnung das Tier zurück zu geben, da die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen des Tierschutzgesetzes bei der Haltung erfüllt waren. (Laufleine sowie Hütte grundsätzlich vorhanden) Armes kleines Hundemädchen, wir hätten dir gerne für deine Zukunft zu einem schöneren Hundeleben verholfen!
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3faches Hamsterglück...
Es war einmal eine Familie, die beschloß, sich ein Kleintier in Form eines Zwerghamsters zuzulegen. Man begab sich also in ein Zoofachgeschäft und erstand dort ein entzückendes unschuldiges kleines Hamsterfräulein. Das Tierchen wurde daheim liebevollst aufgenommen und mit den zartesten Leckerbissen verwöhnt. Leider stellte sich kurz darauf heraus, dass das Hamstermädchen weder unschuldig noch ein Fräulein war, denn es schenkte zwei reizenden Hamsterbabies das Leben. Die Familie besah sich etwas skeptisch das Mutterglück, und als die Hamsterkinder größer und von ihrer Mama nicht mehr abhängig waren, brachte man sie zum Weiterverkauf in besagtes Zoofachgeschäft, denn man hatte sich damals zwar für einen Hamster entschieden, nicht aber für deren 3. Nach 3 Tagen beschloß die Familie, die Hamsterkinder im Zoogeschäft zu besuchen und sich von ihrem Wohlergehen zu überzeugen .Dort waren sie allerdings völlig schockiert über die Art der Unterbringung, denn sie fanden ihre Zöglinge in kleinen, völlig verschmutzten Käfigen vor.
Sie beschlossen daher, sofort zu handeln, kauften die Kinder frei und lieferten sie postwendend im TH Siegen ab, wo sie sich zuvor von den guten Haltungsbedingungen überzeugt hatten .Schon nach wenigen Tagen konnten wir der erfreuten Familie mitteilen: Alles o.k., beide Babies bestens vermittelt! Die Besitzer der Hamstermama haben nun die Möglichkeit, Kontakt zu „ihren“ Hamsterkindern zu halten und sich hin und wieder nach deren Befinden zu erkundigen. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute... Diese Geschichte beginnt und endet zwar wie ein Märchen, ist aber wirklich wahr und genauso hier in Siegen passiert.















