Kurznachrichten Februar 2004
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Überraschung im Papiercontainer: Auf einem Firmeninnenhof wurde von den Mitarbeitern der Papiercontainer geleert als jemand plötzlich eine Entdeckung machte: Aus dem Papierberg krabbelte den Arbeitern eine Schildkröte entgegen. Es handelte sich um eine seltene Indianerschildkröte, die offensichtlich jemand mitsamt dem Altpapier entsorgt hatte. "Pappe" wurde uns vorbei gebracht, war zum Glück unverletzt und erfreut sich nun ihres Daseins inmitten unserer anderen Schildkröten. Hier wartet sie nun auf ein neues, artgerechtes Zuhause bei Schildkrötenfans, wo sie zufrieden alt werden darf.
Seltener Gast im Tierheim: Anfang Februar wurde uns ein seltener Gast gebracht. Abseits einer Straße fanden Tierfreunde einen arg geschwächten Schwan. Er wurde bei uns im Kleintierdorf einquartiert und um ihm die bestmöglichste, artgerechteste Pflege zukommen zu lassen, hieß es erst einmal Informationen einholen. Was frisst ein Schwan? Wie bringen wir ihn am besten unter? Unsere Mitarbeiterin verbrachte einen ganzen Vormittag damit, in verschiedenen Zoos anzurufen, um einen ordentlichen Speiseplan für den armen Schwan zusammenzustellen und ihm den optimalsten Pflegeplatz zu geben. Trotz aller Bemühungen hat der Schwan nicht überlebt. Laut unserer Tierärztin starb er allerdings an Altersschwäche. Die ihm angebotenen Garnelen haben ihm nämlich bestens gemundet. So hat der arme Kerl wenigstens noch gut gegessen, bevor er in den Schwanenhimmel flog.
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Huhn vom Himmel gefallen?! Anruf im Tierheim: Im Garten einer Familie liegt ein Huhn, offensichtlich verletzt bzw. mit anscheinend gebrochenen Flügel. Die Familie selbst besitzt keine Hühner und kann sich die Herkunft nicht erklären. Das Familienoberhaupt ist aber bereit, das Tier einzufangen und ins Tierheim zu bringen. Kurze Zeit später ein erneuter Anruf: Das Huhn ist verschwunden! Irgendwann lag es dann doch wieder da und ein Tierheimmitarbeiter fuhr nun hin und kümmerte sich darum, es einzufangen - bevor es wieder verschwindet. In der Tat hatte "Augusta" den Flügel gebrochen und musste eine Zeitlang einen Verband tragen. Nun ist sie aber wieder genesen, hüpft in unserer großen Außenvoliere zwischen den Tauben umher und erfreut sich ihres Lebens. Bis heute weiß keiner, woher dieses Huhn kam und wie es dort im Garten gelandet ist. Vielleicht vom Himmel gefallen...? |
3 Tassen für ein Gänseleben Ein Import/Exporthändler hielt sich auf einem Grundstück etliches Federvieh. Leider war das Gelände eine einzige Schlammgrube mit einem Teich, der mit einer Zentimeterdicken Schimmelschicht überzogen war. Hunderte von aufgeweichten, verschimmelten Fladenbroten verteilten sich über dem gesamten Gelände - die einzige Nahrung für die Tiere. In einer Ecke lag eine Gans auf dem Rücken, eine Ente fiel ständig um und wirkte ebenfalls sehr krank. Ein Mitarbeiter ging dem Hinweis unserer Außendienstlerin nach und kümmerte sich um die vermeintlich tote Gans. Er stellte sie wieder auf die Beine um stolz zu verkünden: "Guck - lebt!!" Im selben Moment fiel die Gans wieder um...
Hier halfen keine Diskussionen, hier musste schnell gehandelt werden. Der Besitzer war erstaunlich kooperativ, gelobte das gesamte Gelände zu säubern und erlaubte, dass die kranke Gans und die Ente vom Tierheimpersonal abgeholt werden konnte. Die Außendienstmitarbeiterin bekam sogar noch eine Tasse geschenkt, als Trost für ihre verdreckten Schuhe. Später sah besagte Frau, wie die zwei TH-Mitarbeiter mit leeren Boxen, aber ebenfalls mit 2 Tassen in der Hand über den Hof gingen. Die Gans konnte unser Tierarzt nur noch erlösen, die Ente kam vorerst im Kleintierdorf unter zur Beobachtung. Hier verstarb sie wenige Tage später - wahrscheinlich an einer Schimmelpilzvergiftung. 3 Tassen für das Leben zweier Tiere und eine derart schlechte Tierhaltung, die wieder mal ein Fall für den Kreisveterinär ist - in der Hoffnung, dass nicht noch mehr Gänse, Enten oder Hühner elend verenden.
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Notfalls wird die Katze geschlachtet! Ein "netter" Mann aus Solingen brachte uns seine Katze, da er mal eben in Siegen zu tun hatte und die Katze dringend weg sollte. Auf den Hinweis unserer Mitarbeiterin er möge die Katze doch im dortigen Tierheim abgeben, reagierte er recht unfreundlich: "Ich kann das Vieh auch aussetzen, wenn Ihnen das lieber ist"... Ist es uns natürlich nicht! Unsere Mitarbeiterin machte noch den Versuch ihn zu belehren, dass das Aussetzen einer Katze eine Straftat sei, aber damit hatte sie wohl nur Öl ins Feuer gegossen. Der Katzenbesitzer belehrte seinerseits, dass "er die Katze notfalls schlachten würde und wenn ihm danach sei, könne ihm das keiner verbieten!"
Uuups - in Nullkommanix wurde die hübsche "Xena" einquartiert um sie vor einem grausamen Schicksal zu bewahren.Geschildert wurde sie übrigens als wahre Monsterkatze: bissig und gefährlich! Derartiges Verhalten hat sie hier im Tierheim noch nicht gezeigt. Es war wohl reiner Selbstschutz, der die arme Katze veranlasst hat, ihrem Menschen so zu begegnen. Wir jedenfalls hatten dafür vollstes Verständnis!
Schlechter Scherz Anfang Februar, Nachmittags, mitten zu der Öffnungszeit: Man solle bitte schnellstens einen Fundhund in Wilnsdorf abholen, der keine Minute länger mehr dort bleiben könne. Ein Mitarbeiter, der eigentlich dringend an diesem Tag in der Vermittlung gebraucht wurde, machte sich auf den Weg, bei schwerstem Schneegestöber die etwa 15 km bis zum Anrufer zu fahren um dort festzustellen, dass unter der angegebenen Adresse gar kein Fundhund abzuholen sei. Die Leute wussten von nichts und es hatte von dort aus auch niemand angerufen. Hier hat sich wohl einer einen schlechten Scherz erlaubt. Auch das ist Tierheimalltag. Was hätte in dieser verschwendeten Zeit nicht alles im Tierheim erledigt werden können...
Phantom auf der HTS Wieder ein Anruf: Auf der HTS läuft ein großer Hund zwischen den Autos umher. Der Anrufer gab eine genaue Beschreibung durch und bat darum, Hilfe zu leisten. Sofort machte sich eine Mitarbeiterin auf den Weg, um das Tier einzufangen und war wenige Minuten nach dem Anruf vor Ort. Leider war kein Hund zu sehen. Auch mit Verstärkung - es kam noch ein weiterer Mitarbeiter hinzu, um effektiver suchen zu können - sah man nichts von einem freilaufenden Hund! Der hatte sich offensichtlich in Luft aufgelöst oder war es gar ein Phantom, das der Anrufer gesehen hatte? Jedenfalls suchten die zwei Mitarbeiter eine ¾ Stunde lang intensiv die Hüttentalstraße ab ohne auch nur eine Spur von Hund zu finden. Auch zu einem späteren Zeitpunkt wurde anscheinend nirgends ein Hund vermisst geschweige denn einer gefunden, auf den die Beschreibung gepasst hätte. Komisch...















