Kurznachrichten Januar 2004
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Ein Eiserfelder Bürger traut seinen Augen nicht! Als er über den Parkplatz der Firma Bertram geht, sieht er- ganz hinten in der letzten Reihe- einen Rottweiler-Mix-Welpen von ca. 8-9 Wochen an einem alten Auto an sehr kurzer Leine angebunden. Die drei umherliegenden Kothaufen zeugen davon, dass der kleine Kerl nicht erst seit fünf Minuten dort festgebunden ist. Der Herr ruft über Handy seine Frau herbei und beide bringen den Hund ins Tierheim, wo er sofort zum Liebling des gesamten Tierheimpersonals wird. Da sich- wie erwartet- kein Besitzer meldet wird der kleine "Nelson" -geimpft, gechipt und entwurmt- nach 2 Wochen in ein neues zu Hause vermittelt. Für uns bleibt die Frage: Einmal mehr ein unerwünschtes Weihnachtsgeschenk?
Anruf vom Wal-Mart Eiserfeld: Bei uns läuft ein scheuer, schwarzer Hund, der immerzu Abstecher auf die befahrene Hauptstrasse macht! Mit vier Leuten wurde versucht, das Tier einzufangen, leider vergeblich - kein Locken, kein Leckerli - konnte helfen. Nach 2 1/2 Stunden verschwindet das Tier über eine Böschung im Gestrüpp und alle Helfer müssen frustriert und entmutigt aufgeben. Wir wissen nicht, was aus dem Tier geworden ist, wir haben nie wieder von ihm gehört.
Katze Lea fährt nach Frankfurt zur Augen-OP! Tierfreunde sammelten 1900€, sodass nicht nur die Kosten für die OP selbst, sondern auch für die 2-3 nötigen Nachbehandlungen in der Fachklinik in Frankfurt abgedeckt sind. Zwei Wochen privaten Urlaub opferte Mitarbeiterin Monika John und stellte sich für diese Zeit als Pflegestelle für Lea zur Verfügung, da der Patientin 15 Mal am Tag Tropfen ins operierte Auge gegeben werden mussten, im täglichen Tierheimbetrieb gar nicht durchzuführen. Inzwischen ist die Medikamentengabe reduziert und Lea sitzt wieder in ihrer Wohnstube im Katzenhaus und wird nach einer weiteren abschließenden Kontrolluntersuchung dann hoffentlich bald in einem neuen Zuhause ein "sehendes" Katzenleben genießen. Wer die fröhliche kleine Katze sieht, wird mit uns meinen: Das Geld ist gut angelegt!
Eine junge Frau in Netphen verschwindet für mehrere Tage, zurück bleiben 2 Katzen. Die Nachbarin findet auf der Fußmatte einen Zettel vor: "Wenn Du Lust hast, kannst Du ja meine Katzen füttern, eine davon soll sowieso ins Tierheim!" Nachbarin hatte aber keine Zeit ( und keine Lust?), also fuhren wir hin und sammelten beide Tiere ein. Was wäre gewesen, wenn wir auch "keine Lust" gehabt hätten?
Ein Hundebesitzer geht mit seinem alten Pudel spazieren, bricht unterwegs plötzlich zusammen und erleidet einen Schlaganfall. Der kleine "Rex" wird umgehend von uns abgeholt und in die "Rentnerstube" einquartiert, wo die "Oldies" unter sich sind! Er lebt sich großartig ein und als Herrchen ihn nach 10 Tagen wieder abholt, ist er gar nicht soo begeistert. Im Tierheim war eindeutig mehr Action!!
Ein Feuerwehrmann informiert uns, dass sich auf einem Firmengelände in Weidenau ein verletzter Bussard befindet. Tierheim Mitarbeiter Uwe Dehne. gelingt es, das Tier mit Hilfe eines Fangnetzes einzufangen. Der Vogel wird sofort in die Tierarztpraxis gebracht und tierärztlich versorgt. Leider verendet er einen Tag später in der Pflegestelle an inneren Verletzungen.
Anwohner in der Hengsbach (Si-Eiserfeld) beobachten 2 Tage und 2 Nächte einen jungen Schäferhund, der in einem abgestellten VW-Bus eingesperrt ist, ehe sie endlich die Polizei alarmieren. Die Beamten öffnen die Autotür und der herbeigerufene Mitarbeiter des Tierheim Siegen kann das völlig ausgehungerte Tier übernehmen. Nach einer kräftigenden Mahlzeit wird der Hund ins Tierheim gebracht, wo schon eine Box mit warmen Decken auf ihn wartet. Der junge Hund hat die Strapazen recht gut überstanden und tobt schon am nächsten Morgen mit Artgenossen im Freilauf herum. Gegen den Besitzer wurde von der Polizei Anzeige erstattet.
Fortsetzung: Die Ermittlung der Polizei ergaben, dass der Hund auf Grund eines Trauerfalles im engsten Familienkreis von der Familie im Auto eingesperrt wurde. Nach ausführlich Belehrung über die Mindestanforderungen des Tierschutzgesetzes sollten sie laut Kripo das Tier zurückbekommen. Als sie dann im Tierheim den Schäferhund abholen wollen und hier feststellen, dass anfallende Pflegekosten gezahlt werden müssen, überlegen sie sich die Sache anders und beschließen, dann doch lieber den Hund dem Tierheim Siegen zu übereignen. Wir meinen: Happyend für "Friedo"!
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Anruf der Feuerwehr im Tierheim Siegen: Ein Husky ist in einen Weiher in Burbach im Eis eingebrochen. Eine zufällig vorbeikommende Spaziergängerin sieht das um sein Leben kämpfende Tier und alarmiert sofort die Feuerwehr, die in kurzer Zeit eintrifft. Die Männer werfen dem Hund eine Leine zu, in die er sich festbeißt und so kann er ans Ufer gezogen werden. Mit Wärmelampen und Decken leisten die Feuerwehrleute Erste Hilfe, bis 2 Mitarbeiter des Tierheims eintreffen. Der Husky wird umgehend tierärztlich versorgt, und dann in dicke Decken gefüllt und unter Rotlicht gesetzt. Eine eiligst herbeigebrachte Schüssel mit extra gewärmtem Futter wird von dem Hund bis zum letzten Krümel ausgeschlabbert woraufhin alle aufatmen die unmittelbare Gefahr scheint überwunden. Unter dicken Decken, einer Rotlichtlampe und auf der warmen Fußbodenheizung verbringt der Hund die Nacht und wird dann am nächsten Tag von seinem überglücklichen Besitzer nach Hause geholt. |














