Kurznachrichten Oktober 2003
Katzenhasser mitten unter uns! Ein Anruf in der Katzenabteilung ließ die zuständige Mitarbeiterin erstarren: Ein Mann erkundigte sich nach einem Hund, der Katzen "allemacht" - aber so, dass keine Spuren davon übrig bleiben! Er begründete seine Anfrage mit der Tatsache, dass ihm Nachbars Katzen immer in den Garten scheißen, er Kinder habe und das ja wohl ekelhaft sei! Außerdem wohnte in seiner Nähe so "Gesocks mit langen Haaren" und die hätten auch so viele Katzen - Gift auslegen wäre ja schlecht, eben wegen der Kinder - Nun hätte er gehört, es gäbe bestimmte Hunderassen, die kurzen Prozess mit Katzen machten. Darin sah er die Lösung seines "Katzenproblems". Die Hoffnung der Tierheimmitarbeiterin, es möge sich bei diesen Anruf um den Spaß eines bekannten Radiomoderators halten, erfüllte sich leider nicht. Auf die Frage nach dem Namen des Anrufers und den Versuch ihm zu erklären, dass seine Vorstellungen von einer Tierhaltung und der Endlösung der Katzenpopulation in seinem Garten nicht in Ordnung wären, hatte schnell das Ende des Gesprächs zur Folge. Wir würden das "Gesocks mit den langen Haaren" gerne vor ihrem perversen Nachbarn warnen - leider ist es uns nicht gegönnt. So kann man nur hoffen, dass die Katzen sich ein anderes Revier suchen...
Kein Respekt vor einem 4000 € Sofa...! Es waren einst zwei Katzen, die zusammen ins Berleburger Land vermittelt wurden. Das Paar, was sich für die beiden entschied, hatte offensichtlich genaue Vorstellungen, wie die Katzen zu sein hatten: schmusig, anhänglich, und pflegeleicht! Vor allem sollten die Tiere Respekt vor der teuren Hauseinrichtung der beiden haben - und das am besten vom ersten Tag an! Nach exakt 2 1/2 Wochen kam der Anruf im Tierheim: Die beiden Katzen wären nicht das Richtige, man wolle sie gerne umtauschen und zwei andere dafür mitnehmen. Schließlich hatte eine der Stubentiger es gewagt, auf das 4000 € teure Sofa zu pinkeln! Die Rückgabe erfolgte noch am selben Tag und die Katzenhalter zeigten wenig Verständnis, dass ihnen keine zwei anderen Tiere im Tausch mitgegeben wurden. Dann würde man sich eben zwei kleine Kätzchen vom Bauernhof holen...!
Na denn mal viel Glück ! Ob die aber - frisch aus dem Heuhaufen kommend - Respekt vor dem teuren Sofa haben?? Wir werden es wohl nie erfahren...
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Schlangenalarm in Obersdorf! Die Polizei war schon informiert und der Tierschutz musste ausrücken: Mitten auf der Straße in Obersdorf entdeckte ein Mann eine "hochgiftige, gefährliche Viper"! Er war sich seiner Sache ganz sicher, hatte laut eigener Auskunft in verschiedenen Büchern nachgesehen. Gut ausgerüstet kam ein Tierheimmitarbeiter vor Ort und fand eine harmlose Ringelnatter vor. Ringelnattern sind alles andere als hochgiftig und stehen bei uns sogar unter Naturschutz! Diese war ein besonders hübsches Exemplar und konnte unbeschadet an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden. Zum Glück hatte der Anrufer Hilfe gesucht und nicht gleich das geglaubte "gefährliche Tier" selbst zur Strecke gebracht! Den Fall hatten wir leider auch schon einmal. Hier ging die Geschichte jedoch für alle Beteiligten gut aus. |
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Angefahrenes Frettchen wieder genesen!
Einem Autofahrer lief in der Abenddämmerung ein Frettchen vors Auto. Er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erwischte das Tier. Dann tat er das, was die wenigsten Autofahrer wohl tun: Er hielt an, kümmerte sich um das Tier und brachte es ins Tierheim! Von hier aus ließen wir das - übrigens zahme Frettchen - tierärztlich untersuchen. Der arme Kerl hatte eine Oberschenkelfraktur und musste 6 Wochen in einem kleinen Käfig ruhig gestellt werden. Die Mühe hat sich gelohnt: "Freddy" ist heute wieder topfit und wartet nun auf ein neues Zuhause.
Meerschweincheninvasion im Oktober. Der Oktober war der Monat der abgegebenen Meerschweine im Tierheim Siegen! Über 20 Meerschweine wurden von verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Gründen abgegeben. Bei vielen davon besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft und 3 der Meerschweine haben bereits ihre Jungen im Tierheim geboren. Die Abeilung "Kleintiere" ist zurzeit überbesetzt und sucht dringend geeignete neue Stellen für Meerschweinchen und Co.
Vermisste Katze taucht nach 6 Wochen wieder auf! Mitten im Umzugsstress der Katzen ins neue Katzenhaus brachten nette Menschen eine Fundkatze vorbei. Das Tier war in keinem guten Zustand, sah aus als wäre es schon längere Zeit unterwegs. Die Leute hatten die Katze im Anbau ihres Hauses zwischen einer Wand festgeklemmt entdeckt. Nachdem Sie die Katze ins Tierheim gebracht hatten, wurde das Buch mit den Vermissten Katzen nach der Beschreibung dieser Katze durchsucht, und siehe da - eine der dort gesuchten Katzen hätte besagte sein können. Ein Anruf und keine 10 Minuten später kam eine Frau, die seit 6 Wochen ihre Katze vermisste. Überglücklich stellte sie fest, dass es sich bei dem gefundenen Tier tatsächlich um ihre Katze handelte. Die Freudentränen flossen und so konnte die Katze endlich wieder nach Hause. Kurios war, dass sie übrigens 2 Häuser von ihrem Zuhause entfernt gefunden wurde...
Mauswiesel verirrt im Büro. Ein offensichtlich arbeitseifriges Mauswiesel verirrte sich in einem Büro. Der Anrufer kündigte ein Frettchen an, aber der Tierheimmitarbeiter erkannte, dass wilde und ziemlich bissige Tier als Mauswiesel. Da flinke, wilde und gesunde Mauswiesel in Büros nichts verloren haben und in Tierheimen noch weniger, wurde es gleich wieder an anderer Stelle in die Freiheit entlassen. Dafür war es sicher dankbar.
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Katze kam im Postpaket. Obwohl außerhalb der Öffnungszeiten, stand ein Mann mit einem gut verklebten Postpaket vor dem Tor und bat um Einlass. Im Paket, welches nicht ein einziges Luftloch hatte, miaute es kläglich. Darin war eine junge Katze. Der Mann meinte, sie sei anfangs schon zweimal mit der Pfote durch die Öffnung gekommen, da fand er es sinnvoller alles Luftdicht abzudichten...
Zum Glück dauerte die Fahrt zum Tierheim nur etwa 10 Minuten - viel länger hätte das arme Tier sicherlich auch keine Luft mehr gehabt. |
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